HEIF soll JPEG in die Tonne stecken

High Efficiency Image File Format (HEIF), so heißt die neue Bilddatei, die bald JPEG ersetzen soll. Das sagen zumindest die Entwickler von Apple. Mit der neuen Apple-Konferenz WWDC 2017 in San Jose (Kalifornien) stellten die Macher von iPhone, iPad und Co. nicht nur neue Geräte vor sondern auch eine Neuheit der Bilddatenspeicherung.

Mit dem Update auf iOS 11 wird das Speichern von Fotos einen enormen Vorteil bringen, denn die Bilder werden automatisch im neuen HEIF-Format abgelegt. Dabei soll sich die Bilddatengröße um bis zu 50% verringern. Die Komprimierung wirkt sich jedoch nicht negativ auf die Bildqualität aus, diese soll sogar noch besser sein als beim JPG-Format. Unschöne Artefakte, die bei der JPEG-Komprimierung an den Kanten auffallen, sollen bei HEIF keine Rolle mehr spielen. Es werden sogar Transparenzen unterstützt. Wenn das keine Kampfansage an das PNG-Format sein dürfte.

Nicht nur JPEG und PNG müssen zittern, sondern auch ein anderer beliebter Bilddatentyp. HEIF kommt mit der Möglichkeit daher, mehrere Bilder hintereinander zu speichern (Beispiel „Live-Bild“), um somit kleinere Animationen zu erstellen. Dadurch wird auch das GIF-Format ins Schwitzen kommen und kann sich auf Konkurrenz einstellen (wenn es nach „Apple“ geht).

Falls „HEIF-User“ diese Daten an Geräteinhaber, die kein iOS 11 unterstützen, senden wollen, bekommen diese automatisch JPEG-Dateien übermittelt. Sodass keine Probleme beim bunten Bilderaustausch entstehen. So lässt sich also abwarten, wie weit sich das HEIF-Format verbreitet und wie weit JPEG und Co. und die „Tonne“ gedrückt werden. Ab Herbst soll das neue iOS-Update kommen und dann werden wir sehen, ob Apple eine Revolution der Bilddateien einleitet.

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